Harburg – Der „Gelbe Kran“ ist eines der Wahrzeichen im Harburger Binnenhafen. Gebaut wurde er 1972 - jetzt bekommt er eine Frischzellenkur: Der Historische Liebherr-Hafenkran am Lotsekai, auch „Gelber Kran“ genannt, wird denkmalgerecht instandgesetzt.
Hamburgs Finanzsenator Carsten Dressel und Bezirksamtsleiter Christian Carstensen gaben am heutigen Freitag mit dem Absenken des Auslegers den Startschuss für die denkmalgerechte Instandsetung. Mit dabei waren auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi und Jörg Heinrich Penner. Harburgs ehemaliger Baudezernent ist mittlerweile Vorsitzender des Museumshafen Harburg.
Die Betriebsfähigkeit des Krans mit realem Kranbetrieb für maximal 10 Tonnen Last soll wiederhergestellt werden. Hierfür ist eine Generalüberholung der Getriebe und Motoren sowie der Umbau des Schaltschranks erforderlich. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen 710.000 Euro, wovon 160.000 Euro durch den investiven Quartiersfonds zur Verfügung gestellt werden. 330.000 Euro werden vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien übernommen. Weitere 170.000 Euro stammen aus dem Sanierungsfonds der Bürgerschaft. Auch das Denkmalschutzamt beteiligt sich mit 50.000 Euro an der Erneuerung und Modernisierung.
Die Arbeiten werden voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Eigentümer und Betreiber des „Gelben Krans“ ist der Museumshafen Harburg e. V., der die Instandsetzung des Krans verantworten wird. Der Kran steht öffentlich zugänglich auf der Promenade am Lotsekai, die durch das Bezirksamt im Jahr 2013 hochwertig hergestellt worden ist.
Dr. Andreas Dressel, Senator für Finanzen und Bezirke: „Durch die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit des ‚Gelben Krans‘ wird Hafengeschichte lebendig. Es ist gut, dass wir die Modernisierung mit Mitteln aus dem investiven Quartiersfonds unterstützen können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung eines bedeutenden Harburger Wahrzeichens und stärken zugleich die Attraktivität und Identität des Quartiers.“
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der ‚Gelbe Kran‘ im Museumshafen Harburg ist nicht nur ein beeindruckendes technisches Bauwerk, sondern zugleich ein anschauliches Zeugnis der Industrie- und Hafengeschichte. Als Denkmal macht er die Entwicklung Harburgs vom reinen Umschlagplatz hin zu einem Ort des kulturellen Erinnerns sichtbar. Mit der denkmalgerechten Instandsetzung und der Wiederherstellung seiner Funktionsfähigkeit wird die Verbindung zwischen industriellem Erbe und lebendiger Erinnerung besonders deutlich.“
Christian Carstensen, Bezirksamtsleiter Harburg: „Der Harburger Binnenhafen entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit dem Beginn der Modernisierung erfolgt ein weiterer bedeutender Schritt, denn der Gelbe Kran ist einerseits ein nicht zu übersehender Anziehungspunkt und andererseits ein wichtiges Zeichen für die historische Bedeutung des Binnenhafens. Gleichzeitig unterstreicht er als Kulturkran die Bedeutung Harburgs als Kulturstandort. Daher danke ich Allen, die die Sanierung des Krans möglich machen, insbesondere dem Museumshafen Harburg e. V. sehr herzlich für ihren Einsatz. Schon jetzt freue ich mich darauf, den Kran im sanierten Zustand wiederzusehen.“
Jörg Penner, Vorsitzender Museumshafen Harburg e. V.: „Wenn dieser Kran im Spätherbst fertig saniert ist, wird er europaweit einer der ganz wenigen historischen Krane sein, die auch noch funktionieren. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich beim Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung, bei Senat und Bürgerschaft der FHH, beim Bezirksamt und der Bezirksversammlung sowie beim Denkmalschutzamt und allen, die sich dafür engagiert haben.“
Investiver Quartiersfonds
Mit dem seit 2018 bestehenden investiven Quartiersfonds wird die Infrastruktur in den Hamburger Bezirken entlang gezielter Projekte finanziell unterstützt. Dabei werden Kinder- und Jugendeinrichtungen genauso berücksichtigt, wie soziale Projekte, Stadtteilkultur oder Sportanlagen. In Abstimmung zwischen der Behörde für Finanzen und Bezirke und den Bezirken können damit vor Ort investive Maßnahmen direkt unterstützt, beziehungsweise gemeinsam finanziert werden. Mit dem investiven Quartiersfonds fördern die Bezirke, Bezirksversammlung und Bezirksverwaltung gezielt die Infrastruktur vor Ort.

