Wilhelmsburg - Am Pfingstmontagabend ist es in Wilhelmsburg zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Gegen 19.30 Uhr meldeten Zeugen eine gewalttätige Auseinandersetzung im Hinterhof eines Autohandels am Vogelhüttendeich – zunächst war sogar von einer Messerstecherei zwischen zwei Familien die Rede.
Als die ersten Streifenwagen eintrafen, fanden die Beamten einen stark blutenden Mann mit einer schweren Kopfverletzung vor. Er wurde noch vor Ort medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Mann brach während der laufenden Maßnahmen auf der Straße zusammen und blutete aus der Nase. Auch er kam ins Krankenhaus. Ob er an der Auseinandersetzung beteiligt war, blieb zunächst unklar.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Streit zwischen Arbeitskollegen eskaliert sein. Drei Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. Einer von ihnen soll versucht haben, die Streithähne zu trennen – und dabei mit einem Besenstiel auf die beiden späteren Geschädigten eingeschlagen haben.
Entgegen den ersten Meldungen geht die Polizei inzwischen davon aus, dass lediglich zwei bis drei Personen direkt an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Im Zuge der Spurensicherung durchsuchten Ermittler mehrere Gebäude auf dem Innenhof. Dabei fanden sie zahlreiche Messer und verschiedene Schlagwerkzeuge.
Nach einer ersten Einschätzung könnte die schwere Kopfverletzung des Hauptgeschädigten eher durch einen Schlag mit einer Stange als durch einen Messerstich verursacht worden sein. Die genauen Hintergründe des Streits waren am Abend jedoch weiterhin unklar.
Wegen der Schwere des Vorfalls übernahm der Kriminaldauerdienst die Ermittlungen. Rund um den abgesperrten Tatort versammelten sich zahlreiche Schaulustige, weshalb die Polizei die Absperrungen mehrfach erweitern musste. Der Vogelhüttendeich blieb in Richtung Stübenplatz bis etwa 21.30 Uhr voll gesperrt.

