Wilhelmsburg - Lebensgefährliche Handlung im S-Bahnhof Wilhelmsburg: Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Bundespolizei soll sich am Sonnabend gegen 11 Uhr ein 29-jähriger Mann im Gleisbereich des S-Bahnhofs Wilhelmsburg aufgehalten und nach Pfandflaschen gesucht haben.
Zum Begehungszeitpunkt fand im S-Bahnhof Wilhelmsburg Regelbetrieb statt. Der Triebfahrzeugführer einer aus Harburg einfahrenden S3 erkannte die Gefahrenlage und leitete eine Schnellbremsung ein. Die S-Bahn kam etwa 30 Meter vor dem Bahnsteig zum Stehen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden durch die Schnellbremsung keine Bahnreisenden verletzt.
Anschließend wurde der Vorfall der Bundespolizei gemeldet. Umgehend veranlasste die Einsatzzentrale der Bundespolizeiinspektion Hamburg eine Streckensperrung und Stromabschaltung der S-Bahnstromschienen.
Einsatzkräfte der Bundespolizei erreichten unter Einsatz von Sonder- und Wegerechten die S-Bahnstation. Nach Rücksprache mit dem Triebfahrzeugführer und Auswertung der Videoaufzeichnungen konnte festgestellt werden, dass der polnische Staatsangehörige den Gleisbereich eigenständig über den Bahnsteig verlassen hatte. Er soll zuvor augenscheinlich nach Pfandflaschen gesucht haben.
Einsatzkräfte konnten den 29-Jährigen am Eingangsbereich zum S-Bahnhof Wilhelmsburg antreffen und kontrollieren. Der Tatverdächtige wurde eindringlich über die Gefahren und sein verbotenes, lebensgefährliches Handeln aufgeklärt. Nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen wurde er mit einem Platzverweis für den S-Bahnhof Wilhelmsburg entlassen.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.


